Zeitkonten

Neben der klassischen Altersteilzeit, die auch nach Wegfall der gesetzlichen Förderung weiterhin als personalpolitisches Instrument genutzt wird, gewinnen Zeitwertkonten zunehmend an Bedeutung – besonders vor dem Hintergrund der stufenweisen Anhebung des Regelrentenalters. Auch Wertguthaben, Lebensarbeitskonten etc. genannt, bieten Zeitwertkonten Arbeitnehmern die Möglichkeit, Lebensarbeitszeit anzusparen und damit Freiräume für langfristige Auszeiten zu schaffen (am Ende oder auch im Laufe der Erwerbsphase). Arbeitgeber indessen können mit der Einführung von Zeitwertkonten die Altersstruktur im Unternehmen beeinflussen. 

Service
Das Competence Centrum Zeitkonten bietet Know-how aus einer Hand. Die Spezialisten entwickeln innovative Konzepte zur Lebensarbeitszeit, von denen Arbeitgeber und Arbeitnehmer gleichermaßen profitieren. Das Dienstleistungsspektrum umfasst u.a. 

  • Bedarfsanalyse und Beratung bei der Konzeption einer unternehmenseigenen Zeitwertkonten-Lösung
  • Ausrichtung des Modells an betriebswirtschaftlichen Strategien
  • Implementierung in enger Abstimmung mit bestehenden Versorgungswerken
  • preisgünstige Gestaltung, Administration und Betreuung von Zeitwertkonten
  • individuelle Beratung der Mitarbeiter zur persönlichen Lebensplanung
  • qualitativ hochwertige Insolvenzsicherung über die gesetzlichen Anforderungen hinaus 

Prinzip
Das Prinzip von Zeitkonten ist ebenso einfach wie wirkungsvoll. Der Arbeitnehmer bringt Bestandteile seines Gehalts, Boni, Überstunden oder Resturlaub in ein Wertkonto ein. Die Vergütungsansprüche werden dem Zeitwertkonto mit ihrem Bruttowert gutgeschrieben. Als „Gegenwert“ erhält der Arbeitnehmer bezahlte freie Zeit, je nach Gestaltung für unterschiedliche Freistellungszwecke: z.B. Vorruhestand, Altersteilzeit, Elternzeiten, Weiterbildung oder Sabbatical (= Auszeit vom Job). 

Flexibilität
Zeitkonten sind flexibel. Der Mitarbeiter kann nicht nur den Umfang der Einbringungen jederzeit ändern, sondern auch frei entscheiden, wann er den endgültigen Verwendungszweck des Zeitwertkontos festlegt – nämlich dann, wenn es für ihn am effektivsten ist. Damit kann der Arbeitnehmer, in Absprache mit dem Arbeitgeber, steuern, über welchen Zeitraum und in welchem Umfang er die Freistellung nutzen möchte. 

Insolvenzsicherungspflicht
Wertguthaben und Altersteilzeit ermöglichen Arbeitnehmern eine flexible Arbeitszeitgestaltung. Beide Modelle unterliegen der Insolvenzsicherungspflicht. Bei der Altersteilzeit können aufgrund der überschaubaren Arbeitsphasen liquiditätsschonende Sicherungsmodelle zum Einsatz kommen. Bei Zeitwertkonten lässt sich die Insolvenzsicherung gemäß der gesetzlichen Vorgabe in der Regel nur über den Aufbau einer Kapitalanlage herstellen. Zu diesem Zweck werden die Anlageprodukte in der Praxis in ein Treuhandmodell eingebracht und/oder an den Mitarbeiter verpfändet. Da in der Vergangenheit in einigen Fällen keine Insolvenzsicherung des Guthabens zugunsten der Mitarbeiter erfolgte, verschärft der Gesetzgeber die Anforderungen und vor allem die Rechtsfolgen einer fehlenden Insolvenzsicherung. 

Neben der klassischen Altersteilzeit sind Zeitkonten damit eine interessante Alternative oder Ergänzung zur betrieblichen Altersvorsorge. 

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